Landingpages im Vergleich

Wer heute im Online-Business über keine Landingpage oder Squeeze-Page verfügt, sollte dies schleunigst nachholen, denn er lässt Besucher seiner Website wieder weggehen und wird sie wahrscheinlich niemals wieder sehen.

Was sind die Aufgaben einer Landingpage?

Eine gute Landingpage hat als einzige Aufgabe, die Aufmerksamkeit und das Interesse des Besuchers zu erwecken und ihn dazu zu bewegen, zumindest seine E-Mail-Adresse zu hinterlassen – im Austausch gegen ein kleines Geschenk. Dies kann ein kostenloser Download, ein kleines eBook, ein Report, ein Video-Kurs oder unter Umständen auch eine Warenprobe sein, die dann auch versendet werden muss. Landingpages können weiters aber auch als Verkaufsseiten, Einladeseiten, Mitgliederseiten usw. dienen.
Es wäre also völlig falsch, den Besucher und potenziellen Kunden gleich beim ersten Kontakt mit einer Informationsflut zu überfallen. Neugier zu erwecken wäre hier angesagt, etwa durch eine knackige Überschrift oder ein kurzes und prägnantes Video. Und Vertrauen wird durch ein nützliche Freebie hergestellt. Dann trägt sich der Besucher gerne in das möglichst weit oben angebrachte Anmeldeformular ein, das mit einem guten E-Mail-Anbieter (etwa Klick-tipp oder Cleverreach) verknüpft ist. Damit erhalten Sie im Zuge des gesetzlich vorgeschriebenen Double Opt-in-Verfahrens vom Besucher die Erlaubnis, ihm Werbung zuzusenden. So haben Sie die Möglichkeit, dem neu gewonnenen „Lead“ jederzeit weitere Informationen via E-Mail-Marketing zu schicken. Dies können Sonderangebote, Werbung im Allgemeinen, Informationen, Einladungen zu Veranstaltungen etc. sein.
Beim Abfragen der Daten im Eintragungsformular sollten Sie sich – abgesehen von der E-Mail-Adresse – auf so wenige Daten wie möglich beschränken. Je mehr Daten Sie abfragen, umso weniger Besucher werden sich eintragen. Weniger ist also mehr!

Wie gestaltet man eine Landingpage, die gut konvertiert?

Beispiel Converson Ninja Eine sehr einfache und auch preiswerte (derzeit €37) Möglichkeit ist Conversion Ninja. Es ist ein WordPress PlugIn, das unabhängig vom Theme verwendet werden kann. Mit 16 Styles für die Opt-in-Box, verschiedenen Buttons und Applikationen können Sie recht ansprechende Landingpages gestalten. Die Installierung ist einfach, man kann die gängigsten Autoresponder einbauen, den Hintergrund anpassen, usw.

Wirklich professionelle Landingpages, die conversion-stark und vielfach getestet sind, gibt es derzeit von drei potenten Anbietern:

1. Leadpages

Beispiel Leadpages Leadpages hat den Vorteil, dass es keiner Installation bedarf, da die erstellten Seiten direkt bei Leadpages gehostet sind und auch eine entsprechende Url haben. Die Leadpages können daher sowohl mit WordPress als auch mit HTML-Seiten kombiniert werden. Es gibt zahlreiche sehr gute Templates, die leicht, aber nur eingeschränkt bearbeitet werden können (Texte, Logos, Farben). Die Templates sind wenig flexibel und es gibt keinen Drag&Drop-Editor. Größter Nachteil ist aber wohl der relativ hohe Preis: Die etwas eingeschränkte Basisversion kostet immerhin $ 37/Monat bzw. $ 25/Monat bei jährlicher Zahlung. Dass Leadpages nur in einer englischen Version existiert, hat es mit seinen beiden Konkurrenten allerdings gemeinsam.

2. OptimizePress 2.0

Beispiel OptimizePress OptimizePress 2.0 kann als WordPress Plugin oder auch Theme genutzt werden und schon wesentlich flexibler zu bearbeiten und abänderbar und wird mit 30 Templates ausgeliefert. Es hat ebenfalls den Nachteil, dass das Plugin/Theme nur in einer englischen Version existiert und es daher recht schwierig ist, die vielfältigen Möglichkeiten, die OptimizePress 2.0 bietet, wirklich auszureizen. Immerhin kann man OptimizePress 2.0 mit einer Einmalzahlung von $ 97 in der Basisversion (für 3 Webseiten) nutzen.
Der WordPress-Experte Werner Langfritz hat einen deutschsprachigen OptimizePress-Kurs herausgebracht, der alle Funktionen genauestens erklärt.

3. WP ProfitBuilder

Beispiel WP ProfitBuilder Das flexibelste WordPress Plug-in zur Erstellung von Landing-, Mitglieder, Launch-Pages usw. ist wohl der Newscomer WP ProfitBuilder, das erst jüngst auf den europäischen Markt gekommen ist. Es verfügt ebenfalls über viele Templates, die auch ständig erweitert werden. Man kann aber auch Seiten frei gestalten, dann als eigenes Template abspeichern und dann zum Beispiel auf eine andere Seite übertragen. Bestechend ist hier der wirklich günstige Preis, besonders jetzt in der Einführungsphase: Die Basis-Version für eine Website kostet derzeit $ 47, die unlimitierte Version, auch für Kundenseiten verwendbar, $ 67,67.
Hier gibt es noch eine sehr elegante Möglichkeit, das englische Tool in ein deutschsprachiges umzuwandeln: Der Internet-Marketer Oliver Hees hat eine deutsche Sprachdatei für WP ProfitBuilder erstellt, die man zum Preis von € 27 erwerben kann.

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten von Landingpages

Natürlich können Sie Landingpages nicht nur in ihrem eigentlichen Sinne, nämlich zum Einsammeln von E-Mail-Adressen verwenden. Die beschriebenen Produkte können ebenso als Verkaufsseiten, Testimonial-Seiten, Launch-Pages, Einladeseiten für Veranstaltungen und Webinare usw. verwendet werden. Den Einsatzmöglichkeiten sind praktisch keine Grenzen gesetzt – sie müssen nur genutzt werden!

Klick-Tipp vs. Cleverreach – ein Vergleich

E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing

Kürzlich wechselte ich von meinem alten E-Mail-Anbieter Cleverreach zu Klick-Tipp, das mittlerweile von fast allen großen Internet-Marketern verwendet und empfohlen wird. Dadurch ist es mir möglich, diese beiden wichtigsten deutschen Anbieter zu vergleichen, und leider schneidet Klick-Tipp dabei gar nicht so gut ab.

Es beginnt schon damit, dass die Navigation von Klick-Tipp eher erklärungsbedürftig ist und man Zeit braucht, um sich da zurecht zu finden. Wenn man zum Beispiel nach dem Begriff „Anmeldeformular“ sucht, dann erhält man 50 Treffer aus dem Klick-Tipp Handbuch. Aber gleich der dritte „Zusätzliche Felder in Anmeldeformular einfügen | Klick-Tipp“ führt ins Nirwana – „Die Seite wurde nicht gefunden“. In der Hauptnavigation können Sie zwischen ContactCloud, Listbuilding, Automatisierung, E-Mails und Mein Konto wählen.

Ganz anders bei Cleverreach: Hier ist die Navigation selbst erklärend und man findet auf einen Blick alles, was man sucht: Dashboard, Gruppen, E-Mails, Formulare, Autoresponder, Reports und Account – und versteht auch, was sich dahinter verbirgt!

Die Vorteile von Klick-Tipp?

Klick-Tipp rühmt sich, als wahrscheinlich einziger Autoresponder-Anbieter, nicht mit Gruppen zu arbeiten, sondern mit Tags: Jede Adresse wird mit einem virtuellen Notizzettel versehen und so wird vermerkt, wenn ein Empfänger etwa ein E-Mail geöffnet hat. Bei einem ausgeklügelten Follow-Up-System kann dies durchaus von Vorteil sein, denn man kann genau diesem Adressaten eine anderes zweites E-Mail senden als einem, der das erste E-Mail nicht geöffnet hat. Das macht durchaus Sinn, wenn man mehrere Produkte anbietet und mit Up- und Down-Sells arbeitet. Und natürlich macht es auch Sinn, wenn man mehrere tausend Adressen in seiner Liste hat.

Ein weiteres Feature, das Klick-Tipp – gegen einen Aufpreis, versteht sich – anbietet, ist der Split-Test. Aber auch dieser ist bei nur ein paar hundert Kontakten wenig aussagekräftig und keinesfalls relevant. Im hohen vier- und dann im fünfstelligen Bereich aber sehr wohl.

Klick-Tipp ist auch sehr stolz darauf, 1000%ig rechtskonform zu sein und dass die Zustellquote extrem hoch sei. Bei jedem E-Mail wird der Spam-Faktor geprüft – wie übrigens bei anderen Anbietern auch. Jedoch sind die Anforderungen bei Klick-Tipp besonders streng: Wenn Ihr E-Mail etwa den allgemein gebräuchlichen Begriff SEO (Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung) enthält, erhalten Sie eine um 2 Punkte höheren Spam-Faktor, da Worte in „Großbuchstaben häufig von Spammern“ verwendet werden …

Beim Anlegen des ersten E-Mails stößt man auf den Begriff „Auftragsdatenverarbeitung“ und wird dann gleich zu einem Video geleitet, wo einem suggeriert wird, unbedingt einen Auftragsdatenverarbeitungs-Vertrag abschließen zu sollen, der weitere €49,95 exkl. Mehrwertsteuer kostet – um Klick-Tipp den Auftrag zu erteilen, die Daten des Auftraggebers weisungsgebunden bearbeiten zu dürfen.

Die Nachteile von Klick-Tipp gegenüber Cleverreach

Diese liegen eindeutig im Bereich des Layouts – sowohl der Anmeldeformulare als auch der E-Mails. Die Anmeldeformulare können bei Klick-Tipp nur geringfügig verändert werden, die Flexibilität lässt sehr zu wünschen übrig. Es gibt zwar im Handbuch Anweisungen, wie man die Formulare in OptimizePress oder LeadPages einbindet, jedoch andere Möglichkeiten sind sehr eingeschränkt und führen zu wenig zufriedenstellenden Ergebnissen – siehe das Anmeldeformular auf dieser Website. Bei Cleverreach können Sie das Anmeldeformular völlig frei gestalten und Ihren Wünschen anpassen, sodass es zum Layout Ihrer Seite passt.

Klick-Tipp bietet auch wenig Möglichkeiten, die E-Mails optisch ansprechend zu gestalten. Cleverreach hingegen stellt eine Menge Templates zur Verfügung, die auch frei verändert werden können, um gefällige und wiedererkennbare Newsletter zu erstellen.

Support

Hier ist Cleverreach eindeutig im Vorteil: Der Support antwortet an Wochentagen extrem schnell und kompetent und ist freundlich und hilfsbereit.

Bei Klick-Tipp dauert es relativ lange, bis man Antwort erhält und wird dann mit einem Link abgespeist. Wenn dieser nicht zum erwünschten Ziel führt und man nochmals rückfrägt, erhält man – keine Antwort …

Fazit

Bevor man sich für einen der beiden deutschsprachigen Anbieter entscheidet, sollte man sich gut überlegen, ob man in naher Zukunft sehr viele Abonnenten haben wird – dann ist Klick-Tipp mit seinen Features eindeutig im Vorteil.

Wenn Sie Ihre Liste langsam aufbauen, ist Cleverreach sicher besser geeignet. Es gibt hier auch einen Gratis-Account, wo Sie bis zu 250 Adressen 4 x pro Monat anschreiben dürfen. Allerdings enthält dieser Account kein Folluw-up, d.h. Sie können dem neuen Abonnenten keine Sofortnachricht nach der Eintragung zusenden.

Sollten Sie später einmal von Cleverreach zu Klick-Tipp wechseln wollen, rechnen Sie auch damit, dass Sie etliche Abonnenten verlieren werden: Klick-Tipp besteht nämlich darauf, dass Sie vorab alle Abonnenten über den Wechsel informieren.